Zapfenzahn beim Kind: Vier Behandlungsmöglichkeiten

14. April 2022 | von Dr. Sebastian Krause

Zapfenzahn beim Kind: Vier Behandlungsmöglichkeiten

Wie behandelt man Zapfenzähne beim Kind? Ein Zapfenzahn ist eine besondere Form von der Hypoplasie bei Zähnen. Bei dieser Fehlbildung ist der Zahn zu klein und sieht aus wie ein Zapfen.

Es handelt sich um einen Defekt, der fast ausschließlich im Bereich von den seitlichen Schneidezähnen auftritt.
 

Welche Folgen können durch Zapfenzähne entstehen?

Mögliche Folgen eines Zapfenzahnes sind

  • eine schlechte Verzahnung
  • Probleme im Kiefergelenk
  • unästhetische Reste vom Essen zwischen den Zähnen durch die Lücken


Vier Möglichkeiten um Zapfenzähne zu behandeln

Die Möglichkeiten von der Behandlung sind unterschiedlich, je nachdem, ob der Zahn nur auf einer Seite oder symmetrisch auftritt. In jeden Fall muss einzeln entschieden werden.

1. Beim Zapfenzahn auf einer Seite gibt es die Möglichkeit, den Zahn zu entfernen und die Lücke kieferorthopädisch so einzustellen. So dass die ursprüngliche Breite des fehlenden Zahnes wiederhergestellt ist.

Dafür sind meist eine feste Spange oder Invisalign notwendig. Man beginnt damit als kleines Kind. Ist ein Lücke ausreichend vorhanden, fixiert man mit einem ganz kleinen Implantat einen Zahn als Ersatz. Im Alter von 18 Jahren tauscht man dieses Implantat dann gegen ein anderes. Das ist eine schöne Lösung. Der Nachteil ist, dass ein Zahn rausgenommen werden muss. Viele Patienten möchten das nicht.

2. Die zweite Möglichkeit ist es, den Zahn zu belassen.

Entweder ist die Lücke daneben groß genug, dann gibt es verschiedene Wege. Sie können einfach eine Krone über dem Zahn zementieren, eine Füllung mit Kunststoff anfertigen oder ein Veneer auf dem Zahn befestigen lassen. Nachteil ist, dass Zapfenzähne manchmal nicht so lange leben wie normale Zähne. Es muss dann später bei Verlust von dem Zahn ein Implantat gesetzt werden. Da sind andere Lösungen viel beliebter.

3. Die dritte Möglichkeit ist es, die Lücke zu schließen.

Das sieht meistens jedoch nicht schön aus, weil der Zahn sowohl in der Breite als auch in der Höhe einfach zu klein ist. Zudem wird die Verzahnung von den Zähnen an der Seite nicht mehr richtig sein. Das kann später eventuell zu Knirschen, Problemen im Kiefergelenk und falschen Funktionen führen. Man kann in diesem Fall den Eckzahn als zweiten Seitenzahn bearbeiten. Hier kann man den Zahn entweder schleifen oder etwas aufbauen. Dann sieht er ähnlich wie ein seitlicher Schneidezahn aus.

4. Als vierte und einfachste Möglichkeit können Sie natürlich auch nichts machen.

Dann entstehen rechts und links vom Zapfenzahn meistens kleine Lücken. Diese sind oft nicht symmetrisch. Auch hier kann der Biss eventuell Probleme machen. Manchmal stellt sich aber auch ein guter Biss ein. Rein optisch ist das sicher die schlechteste Lösung.

Bei Zapfenzähnen auf beiden Seiten wird man sich für eine Lösung entscheiden, die auf beiden seiten gleich ist. Auch hier hängt die Lösung bspw. oft von den Erwartungen vom Patienten und vom Aussehen von den Zähnen ab. Und natürlich auch von der Güte von den Zähne. Unser Kieferorthopäde München kann vor dieser wichtigen Entscheidung eine Simulation von der Behandlung machen. Damit zeigt er dem Patienten die einzelnen Möglichkeiten. Damit können Sie sicher sein, die richtige Entscheidung getroffen zu haben.

Manchmal treten auch nach einer ordentlichen Behandlung von den Zapfenzähnen als Kind noch Probleme als Erwachsene auf. Die Zähne können verloren gehen und dann muss wieder die Entscheidung „Lückenschluss oder Implantat?“ getroffen werden.

Durch den falschen Biss können jedoch auch funktionelle Probleme entstehen, die mit einer kieferorthopädischen Behandlung oder mit Schienen gelöst werden.

 

Bei weiteren Fragen kontaktieren Sie uns oder buchen einen Erstberatungstermin bei Ihrer Fachzahnarztpraxis für Kieferorthopädie München online unter: www.welovesmiles.de

We love smiles.