Lingualtechnik: Vor- und Nachteile

21. Januar 2022 | von Dr. Sebastian Krause

Die Innenliegende Zahnspange: Für wen ist sie geeignet und für wen eher nicht? Welche Vor- und Nachteile gibt es bei der Lingualtechnik? Besonders im Beruf ist es vielen Erwachsenen wichtig, dass Spangen so unauffällig wie möglich sind. Die linguale Technik ist eine Form der festen Spange. Lingual bedeutet, dass etwas der Zunge zugewandt ist. Sprich, an den inneren Flächen der Zähne.

Normalerweise sind feste Zahnspangen auf den Außenflächen der Zähne angebracht. Diese Spange klebt man jedoch innen auf die Zähne. Es gibt zwei Möglichkeiten. Die erste Möglichkeit ist eine Spange mit silberfarbenen Brackets. Die zweite Möglichkeit wird mit goldfarbenen Brackets von innen angebracht. Die Innenspange ist etwas teurer. Das liegt daran, dass diese Brackets individuell für den Patienten angefertigt werden. Sie sind aus einer goldhaltigen Legierung gegossen. Wenn die Behandlung beendet ist, bekommt man meist die Brackets vom Arzt zurück. Diese kann man dann einem Verwerter von Metall schicken. So erhält man das Geld für das Gold. Eher ein Vor- als ein Nachteil der Lingualtechnik.

Für wen ist eine Zahnspange von innen die richtige Lösung?

Die Wichtigste ist natürlich ihre „Unsichtbarkeit“. Vielen Leuten ist es sehr wichtig, dass man nicht mitbekommt, dass sie sich die Zähne richten lassen. Für diese ist die Innenspange perfekt geeignet. Ein weiterer Grund sind außen kaputte Zähne. Dann kann man dort keine Spange kleben. Das kann zum Beispiel bei Zähnen mit Karies der Fall sein. Wenn man dort etwas befestigen würde, wäre die Gefahr von Karies sehr hoch. Ein Nachteil der Lingualtechnik.

Bei Patienten mit einer zu starken Zunge kann eine innere Spange die Zunge hinten halten. Daran muss man sich erstmal gewöhnen. Es kann sein, dass es Druckstellen an der Zunge gibt. Und genau das ist am Anfang gewollt. So kann sich nämlich die Zungenlage oft schnell ändern. Der habituell offene Biss ist also gut für die Anwendung von Lingualtechnik. Bei einem Tiefbiss ist die Spange eher schwierig einzusetzen. Das liegt daran, dass man mit den Zähnen im Unterkiefer auf die Brackets im Oberkiefer kommen würde. In dieser Situation ist es wichtig, mit Aufbissen zu arbeiten. So bekommt man keine Schäden an den Frontzähnen. Schäden könnten zum Beispiel Sprünge im Schmelz sein. Die innere Lage der Lingualtechnik hat also Vor- und Nachteile.

Für wen ist die Innenspange nicht geeignet?

Was sind die negativen Seiten einer Spange von innen? Es sind zum Beispiel Störungen der Sprache, die am Anfang auftreten können. Das ist ganz normal. Außerdem kann es zu Verletzungen an der Zunge kommen. Aber nach ein bis zwei Wochen hat man sich gut an die Brackets gewöhnt. Mit einer innen geklebten Zahnspange kann es schwierig sein zu essen. Klebrige und harte Lebensmittel vermeidet man besser. Die Gefahr, dass ein Bracket abfällt, ist bei inneren Spangen höher als bei denen, die außen geklebt werden. Zudem sind linguale Spangen deutlich teurer. Das liegt an den hohen Kosten für das Material und dem hohen Aufwand in der Praxis. Dieser ist deutlich höher als bei einer Zahnspange von außen. Das ist eher ein Nachteil als ein Vorteil der Lingualtechnik.

Die Dauer der Behandlung richtet sich nach der Art der Fehlstellung. Der erste Schritt der Behandlung ist in unserer Fachzahnarztpraxis für Kieferorthopädie München ist ein 3D-Scan der Zähne. Danach fertigt das Labor die Spange individuell an. Man setzt sie mit Hilfe von indirekter Klebetechnik ein. Der Arzt wechselt meist alle sechs Wochen den Bogen. Wenn die Zähne gerade sind, entfernt man die Spange. Zunächst wird oft ein Positioner eingesetzt. Dieser wird danach durch feste Retainer und Retentionsgeräte ersetzt.

 

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