Der Bionator – ein Allrounder der funktionellen Kieferorthopädie

15. Juni 2021

Wer Probleme mit Nacken, Schultern oder Rücken hat, sollte auch an sein Gebiss denken. Denn derartige Beschwerden sind nicht selten auf Zahn- und Kieferfehlstellungen zurückzuführen, die während des Wachstums entstanden sind. Werden diese bereits im Kindesalter erkannt, ganzheitlich betrachtet und ursächlich therapiert, können schmerzhafte Folgen vermieden werden – zum Beispiel mit herausnehmbaren Zahnspangen wie dem Bionator. 

„Oh, bist Du aber gewachsen!“ Wer kennt ihn nicht, den meist mit großer Verwunderung ausgesprochenen Satz von Oma, wenn sie beim familiären Wiedersehen auf ihre Enkel trifft. Auch wenn man sich gerade erst gesehen hatte und der Nachwuchs in dieser kurzen Zeit gar nicht gewachsen sein kann, hat Oma hier nicht ganz unrecht. Denn Kinder und Jugendliche wachsen zum Teil tatsächlich mit einer immensen Geschwindigkeit. Das Wachstum im zweiten und dritten Lebensjahr kann so intensiv sein, dass sich die Körperlänge verdoppelt. Im Alter von 12 bis 16 Jahren steigt die Kurve des Körperwachstums erneut steil an und der Nachwuchs legt deutlich an Größe zu. Bis zu 9 cm kann der jährliche Zuwachs an Körperhöhe während der Pubertät bei Jungen und bis zu 6 cm bei Mädchen betragen.

Kieferwachstum wird für Korrektur ausgenutzt

Was das Wachstum des Schädels betrifft, verläuft dieses je nach Schädelbereich verschieden schnell. Während der Hirnschädel bereits im Alter von 10 Jahren nahezu vollständig ausgewachsen ist, sieht es beim Gesichtsschädel anders aus. Hier stehen bei der Entwicklung des Ober- und Unterkieferkomplexes in den ersten fünf Lebensjahren noch ca. 55 bis 60 Prozent und zwischen dem 5. und 20. Lebensjahr etwa 35 Prozent Restwachstum aus. Diesen Umstand macht sich die sogenannte Funktionskieferorthopädie (FKO) mit Zahnspangen wie dem Bionator, Aktivator, Twinblock, Funktionsregler und anderen funktionellen Zahnspangen zunutze – auch wir in unserer Fachzahnarztpraxis für Kieferorthopädie München.

Zähne, Kiefer, Muskeln – alles wird harmonisiert 

Entwickeln sich Zähne und Kiefer während des Wachstums nicht wie von der Natur vorgesehen oder liegen Funktionsstörungen vor, bilden sich Fehlstellungen heraus, die weitreichende Folgen haben können. Und zwar nicht nur für die Entwicklung des Mund-Kiefer- und Gesichtsbereichs, sondern auch für den gesamten Körper. Lose, herausnehmbare Zahnspangen wie der Bionator können hier lenkend eingreifen und die Gebiss- und Kieferentwicklung während der Wachstumsphase des Gesichtsschädels steuern. Darüber hinaus regulieren sie Zungen-, Lippen- und Wangenmuskulatur und beheben muskuläre Fehlfunktionen, stimulieren das Lymphsystem und haben positiven Einfluss auf die Entwicklung der Nasenhöhle sowie Nebenhöhlen. Dadurch kommt es zu einer Verbesserung der Atemleistung. 

Besonders gute Wirkung in der Pubertät 

Die Pubertät mit ihrem beschleunigten Wachstum spielt für den erfolgreichen Einsatz funktionskieferorthopädischer Apparaturen wie des Bionators eine wichtige Rolle. Denn unmittelbar vor oder während des Wachstumsschubs können diese Behandlungsgeräte die Lage des Oberkiefers zum Unterkiefer enorm beeinflussen. Durch entsprechende Reizausübung, die je nach Gerätedesign variiert, wird der in seiner Entwicklung zurückgebliebene Kiefer stimuliert und so die Lage von Ober- und Unterkiefer zueinander harmonisiert. Die Tätigkeit der Muskeln normalisiert sich und vorhandene Fehlfunktionen werden langfristig beseitigt.

Ganzheitliche Therapie in der Kieferorthopädie München Welovesmiles®

Durch diese ursächliche Behandlung von Fehlentwicklungen während der Wachstumsphase können nicht nur die sogenannte Okklusion, das Ineinander-Beißen von oberen und unteren Zähnen, sondern auch das Gesichtsprofil günstig beeinflusst werden. Darüber hinaus wirkt sich die Korrektur von Zähnen und Kiefern auch positiv auf den ganzen Körper aus. Es ist also ein ganzheitlich ausgerichteter Therapieansatz, den wir auch in unserer Fachzahnarztpraxis für Kieferorthopädie München. So können die Kopf- und Körperhaltung sowie Atmung verbessert und z. B. eine Mundatmung in eine physiologische Nasenatmung überführt werden. Die Muskulatur kann gelockert und die Entwicklung des gesamten Mundraums gefördert werden. Der Bionator kommt meist bei Kindern und Jugendlichen, in bestimmten Fällen aber auch bei Erwachsenen als Biognathor zur Anwendung. Unter anderem sind diverse Wirbelsäulenprobleme, beispielsweise im Schulter- oder Nackenbereich, mithilfe dieses Geräts zielführend therapierbar, ähnlich wie mit einer Aufbissschiene bei der Kiefergelenksbehandlung.

Dauerhafte Reizausübung – 24/7 

Der Bionator besteht aus einem beide Kiefer umfassenden Kunststoffkörper sowie dem Lippenbogen mit Wangen-Schlaufe (Buccinatorschlaufe) und dem Zungenbügel. Der Zungenbügel beeinflusst die Zunge beim Schlucken. Der Bionator sollte nicht nur nachts, sondern auch tagsüber getragen werden. Das hat den großen Vorteil, dass das Gerät durch die zusätzliche natürliche Beanspruchung des Kausystems am Tage – beispielsweise beim Schlucken oder Sprechen – seine Wirkung noch besser entfalten kann. Der Bionator liegt locker im Mundraum und ist wie ein Turngerät für den Mund. Zudem ist der Bionator in unserer Fachzahnarztpraxis für Kieferorthopädie München mit anderen Behandlungsapparaturen kombinierbar, etwa mit einem Außenbogen. Muskuläre Fehlfunktionen sowie Zahn- und Kieferfehlstellungen werden dadurch schneller beseitigt. 

Für jede Entwicklungsstörung das passende Design

Bestandteile des Bionators I Quelle: intern

Drei verschiedene Versionen gibt es beim Bionator. Welche Variante am besten geeignet ist, entscheidet Ihr Kieferorthopäde München Dr. Sebastian Krause. Neben dem Grundgerät, das bei einem Überbiss eingesetzt wird, gibt es das Abschirmgerät. Dieses kommt bei offenen Bissen zur Anwendung, wenn sich obere und untere Zähne in der Front oder im seitlichen Zahnbereich beim Zusammenbeißen nicht berühren. Hat der Patient hingegen einen Vorbiss, wird das Umkehrgerät eingesetzt. Alle drei Varianten unterscheiden sich durch ihr spezielles Design, welches durch Ihren Kieferorthopäde München Dr. Sebastian Krause  individuell und gezielt an die jeweilige Behandlungssituation angepasst wird.

 

Ohne Fleiß kein Preis

Damit der Bionator größtmögliche Therapieerfolge ermöglicht, muss allerdings eine Voraussetzung zwingend erfüllt sein: Das Gerät muss regelmäßig getragen werden. Die genaue Tragezeit – tagsüber und nachts und wie lange genau – legt Ihr Fachzahnarzt für Kieferorthopädie München Dr. Sebastian Krause fest. Oft erweist sich auch eine begleitende Behandlung durch andere Fachdisziplinen wie HNO-Heilkunde, Logopädie, Physiotherapie oder Osteopathie als äußerst vorteilhaft. 

 

Bei weiteren Fragen rundum lose Zahnspangen wie dem Bionator, kontaktieren Sie uns gerne oder buchen Sie noch heute Ihren Erstberatungstermin in unserer Fachzahnarztpraxis für Kieferorthopädie München unter www.welovesmiles.de.

Wir freuen uns auf Sie.

We love smiles.